„Das möchte ich noch machen – Lotterie“

Im Zusammenhang mit meinem kreativen Jahresrückblick und den Gedanken daran, dass ich für mich selbst mehr fabrizieren möchte, kam mir 2019 die Idee zu der Lotterie…

Es gab einen Ordner und zwei bis drei Bücher in denen Anleitungen darauf warten von mir umgesetzt zu werden. Zum Teil schon seit Monaten oder sogar Jahren. Also setzte ich mich hin und betrachtete alle noch einmal mit dem Gedanken „Was davon will ich auf jeden Fall einmal umsetzen und was fand ich irgendwann einmal gut, aber so 100%ig überzeugt es mich nicht?“ (Finde ich es zwar schön, würde es aber nie tragen/benutzen? Habe ich das nur aufgehoben, weil mich die Technik dahinter interessierte?…) Nur die Anleitungen von denen ich überzeugt bin, dass ich sie unbedingt arbeiten möchte behielt ich. Der Rest wurde gnadenlos entsorgt.

Anschließend listete ich sie auf und stellt fest, dass ich mit dieser Lotterie mindestens die nächsten zwei Jahre füllen kann: Es standen 48 Anleitungen auf meiner Liste. Für sehr viele davon war sogar schon das passende Garn vorhanden. Der Wille war also da – nur an der Umsetzung fehlte es bis dato.
Die Lotterie sollte mein Motto für 2020 werden. Vorher damit zu beginnen konnte ohnehin nichts werden, denn die Stücke an denen ich gerade arbeitete würden vor dem Jahreswechsel nicht fertig werden.

Sinn und Zweck der Lotterie ist:

  1. mehr für mich als für andere zu stricken.
  2. das Sammelsurium an Anleitungen „ausmisten“ und sich von Überflüssigem befreien.
  3. den vorhandenen Vorrat an Garnen zu reduzieren.
  4. mich nicht ständig ablenken zu lassen, so dass ich immer wieder anderes „dazwischen schiebe“.
  5. … (darf ergänzt werden)

Fortschritte waren schnell sichtbar und motivierten mich weiter zu machen. Ich passte die Regeln im nächsten Jahr neu an und führte sie weiter. Weil ich nicht nur den Ist-Zustand sondern auch die Entwicklung festhalten möchte, schreibe ich für jedes Jahr die Regeln neu auf.

Lotterie2020

  • Alle Anleitungen, die ich stricken möchte werden aufgelistet und durchnummeriert.
  • Sie werden unterteilt in „große“ und „kleine“ Werkstücke. „klein“ sind Dinge wie Mützen, Handschuhe oder -stulpen, Socken, etc., die sich mit etwa 100g Garn bewerkstelligen lassen. „Groß“ sind Dinge wie Jacken, Pullover, Tücher, etc.
  • Die Nummern der Anleitungen werden auf kleine Zettel geschrieben und nach „groß“ und „klein“ getrennt voneinander in zwei Gefäße gelegt. *
  • Aus jedem Gefäß wird eine Nummer gezogen und dann mit der dazugehörigen Anleitung aus der Liste begonnen.
  • Es darf nur Garn aus dem vorhandenen Vorrat benutzt werden. Sollte sich für eine Anleitung im Vorrat kein geeignetes Garn finden lassen, wird die Anleitung zurückgestellt. Das heißt: In der Liste wird vermerkt, dass sie zurückgestellt wurde und der Zettel mit der Zahl vernichtet.
  • Ist eine Anleitung fertiggestellt, wird aus dem entsprechenden Gefäß (groß oder klein) ein neuer Zettel gezogen.
  • Wenn sich in einem Gefäß kein Zettel mehr befindet, werden für alle zurückgestellten Anleitungen aus diesem Gefäß neue Zettel geschrieben und hineingelegt. Und die Auslosung beginnt von Neuem.
  • Nun darf für die Anleitung passendes Garn zum Vorrat dazugekauft werden, wenn sich aus dem vorhandenen noch immer nichts passendes finden lässt.
  • Anleitungen dürfen auch „getauscht“ werden. Beispiel: ich habe zuletzt einen Pullover fertiggestellt und ziehe ein Los mit einem weiteren Pullover, hätte aber gerne etwas Abwechslung. Dann darf ich ein anderes Los ziehen. Es soll mir schließlich Spaß machen und kein Muss dahinter stehen.

* In der Regel arbeite ich nur an einem Stück bis es fertig ist. Ich habe aber gerne eine zweite Alternative die ich in die Tasche stecken und mitnehmen kann, wenn ich unterwegs bin. In dem Fall haben sich eben solche kleinen Sachen bewährt. Es sind aber nie mehr als 2 gleichzeitig. Das nimmt mir die Motivation, weil es umso länger dauert bis eines fertig wird. Schließlich fabriziere ich ja auch noch andere Dinge, die z.B. auf dem Spinnrad, der Nähmaschine oder dem Stickrahmen auf Vollendung warten.

Lotterie 2021

  • Die Liste der Anleitungen bleibt weiterhin bestehen und kann ergänzt werden. Eine Nummerierung ist nicht mehr notwendig.
  • Die Unterteilung in „große“ und „kleine“ Werkstücke bleibt bestehen.
  • Wenn etwas fertiggestellt wurde suche ich aus der Liste etwas neues aus.
  • Neu: Jeden Monat versuche ich ein „kleines“ Stück fertigzustellen, bevor ich an dem „großen“ weiterarbeite.
  • Es darf nur Garn aus dem vorhandenen Vorrat benutzt werden.
  • Als Ergänzung darf Garn zum Vorrat dazugekauft werden, wenn sich aus dem vorhandenen nichts passendes mehr finden lässt. Nach wie vor darf für eine Anleitung nicht komplett das Garn neu gekauft werden.
  • Von „ungeliebten Garnen“ trennen! Verschenken oder spenden. Es gibt immer jemanden, der sich darüber freut.
  • Keine Reste aufheben, wenn es zu wenig ist um noch etwas „kleines“ daraus zu machen und du kein „Resteprojekt“ in Arbeit hast/konkret planst.

Planung der Lotterie 2022

  • keine Änderung zu 2021