Fabrizieren

Mach- und Sachgeschichten

Der „Lauf“ der letzten Woche setzte sich noch einige Tage fort. Und so kam es, dass ich meine Werkstatt einmal komplett umkrempelte.
Alles begann damit, dass es mich schon länger störte, dass meine Bücher nicht den richtigen Platz hatten. Der richtige Platz in einem anderen Schrank, war mit Sachen belegt, die aber auch nicht einfach nur ihren Platz mit den Bücher tauschen können. Am Ende waren ALLE Regale und Schränke ausgeräumt und alles bekam einen neuen Platz.
Jetzt ist alles so angeordnet, dass es in unmittelbarer Nähe des jeweiligen „Arbeitsplatzes“ steht. Alles was ich beim Nähen benutze steht direkt beim Nähtisch, alles was ich zum Basteln und Malen brauche ist auch direkt beim großen Tisch. Alles was ich zum Stricken, Spinnen oder Sticken benutze ist dort, wo ich auch sitze, wenn ich handarbeite.
Gleichzeitig konnte ich so viele Dinge aussortieren oder zusammenfassen, dass ich nun leere Regalböden und Schränke habe! Zum Beispiel bewahrte ich mein Spinnfasern und die Filzwolle an zwei verschiedenen Stellen auf. Oder „Geburtstagskram“ wie Geschenkbänder, Geschenkpapier, Kerzen und anderes Dekomaterial zu diesem Thema bewahrte ich aus irgendeinem Grund in zwei verschiedenen Schachteln auf. Ich werde mir wohl irgendwann etwas dabei gedacht habe. Aber jetzt schien es mir unsinnig. Also: alles zusammen in die eine und wieder eine leere Schachtel mehr.

Da dies eine Menge Zeit in Anspruch nahm, beschäftigte ich mich diese Woche wenig mit meinen Handarbeiten. Auch war mir gar nicht so richtig danach. Erst am Wochenende nahm ich mir den Machir Bay Shawl wieder zur Hand. Ich fand noch nicht heraus, was ich anders mache, aber mein erster Musterabschnitt sieht ganz anders aus, als der auf dem Bild in der Anleitung… Nachdem ich ihn zweimal geribbelt hatte, entschied ich mich es so zu belassen, wie es jetzt ist. Dann sieht es eben anders aus. Außer mir weiß niemand, der das Tuch sehen wird, wie das Original aussieht.
Zudem baute ich noch einen Fehler ein. Aber das ist jetzt auch meine „persönliche Note“ und wird nicht mehr geändert. Normalerweise würde ich es ändern. Aber dieses Tuch kostet mich gerade ganz schön viele Nerven (obwohl es überhaupt nicht schwer ist die Anleitung umzusetzen. Ich habe scheinbar gerade wieder einen Knoten im Hirn.) so dass ich keine Lust habe zum x – ten Mal Reihen zurück zu stricken oder zu ribbeln.
Es ist wirklich schade, wenn ich mir den Spaß an einer Anleitung selbst verderbe. Das passiert meistens dann, wenn ich unkonzentriert bin. Dann baue ich Fehler ein, bin darüber frustriert, dass es mir passiert ist und ich sie korrigieren muss. Und je häufiger das passiert, desto mieser wird die Stimmung und am Ende ist natürlich das „blöde Ding“ dran schuld. ;o)

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