Fabrizieren · In Garten & Gewächshaus · Querbeet

Mach- und Sachgeschichten

(KW 24) 14. bis 20. Juni 2021

Ich entdeckte einen neuen Lieblingssaft: Birne! Um genau zu sein: Williams Christ Birne. LECKER! Als Schorle noch leckererer. Und bei dem derzeitigen Wetter sehr erfrischend.

Wir haben die ersten beiden Tomate geerntet! Sehr sehr lecker. Eine ähnliche Sorte hatten wir auch im letzten Jahr schon. Leider ist die Nachzucht nicht gelungen – wie so vieles in diesem Jahr. Die Sorte nennt sich „Buschtomate“. Sie wächst sehr kompakt und bleibt sehr klein, so dass sie ganz wunderbar auch z.B. im Balkonkasten oder Blumentopf überleben kann. Ich weiß es nicht, könnte mir aber vorstellen, dass sie sogar dafür gezüchtet wurde. Die Früchte sind ebenso klein, so dass man sie auch gut mal zwischendurch naschen kann.
Aus diesem Grund setzte ich mir auch die Johannisbeertomaten in einen der großen Kübel vor dem Haus. Dort kommt man häufig vorbei und die Sitzgelegenheit ist auch nicht weit. Man kann sich immer mal ein paar Tomaten zum Naschen pflücken.

Im neuen Gewächshaus sind auch die ersten Tomaten und Paprikas eingezogen. Ursprünglich wollten wir uns auf wenige Sorten und Pflanzen beschränken. Wir stellten uns unsere Lieblingssorten zusammen und wollten von jeder nur 2 – 3 Pflanzen setzen. Da aber dieses Jahr unsere eigene Nachzucht nicht funktionierte und wir Jungpflanzen kauften, eskalierten wir wieder. Es zogen doch mehr Pflanzen ein, als geplant. Es ist zu verführerisch, wenn Sorten angeboten werden, die man noch nicht kennt oder wiederentdeckt.
Ebenso erging es uns mit der Paprika/Chili – ich verlor irgendwann den Überblick. Zumindest aber konnten wir uns darauf beschränken Sorten zu nehmen, die maximal „pikant“ sind. In den letzten Jahren hatten wir die eine oder andere scharfe Sorte, die unheimlich hübsch aussah, aber – zumindest für uns – viel zu scharf war. Aus den Resten, die wir nicht an Freunde und Bekannte loswerden konnten, stellte ich Pulver her, dass wir zum würzen von Speisen benutzen können.

Dienstag hatte ich einen „Flow“ und grub innerhalb kurzer Zeit den Streifen vor dem Gartenzaun zum Bauerngarten um. Ich war selbst ganz erstaunt wie schnell es ging. Vor dem Zaun wuchs eine Lavendelhecke. Leider ist diese aber im letzten Winter kaputt gegangen und sollte jetzt raus. Es blutete mir das Herz. Nicht ein Pflänzchen überlebte. Ich vermute ja, dass der späte und anhaltende Frost vielen unserer Pflanzen das Leben gekostet hat.
Statt des Lavendels hatte sich alles breit gemacht, dass nicht wachsen sollte. Die üblichen Verdächtigen wie Löwenzahn, Brennessel, Gundermann und Ackerwinde. Andererseits hat dies aber auch Vorteile, denn so war der Boden schön locker und ich hatte leichtes Spiel.
Ich war selbst erstaunt, wie schnell das ging. Seit Wochen schleiche ich drumherum und es gruselte mich vor der scheinbar wahnsinnig vielen Arbeit. Ich war an dem Morgen schon früh wach und wollte die Kühle am Morgen auszunutzen. Denn momentan ist es für solche Arbeiten tagsüber viel zu heiß. Ich versuchte weiterhin etwas Gartenarbeit zu erledigen, wenn das Wetter es zuließ.

Ich weiß nicht, was mit dem Salbei los ist… Ein Zweig nach dem anderen beginnt zu welken… Scheinbar ist der Salbei eine der Pflanzen mit denen ich einfach kein Glück haben soll. So etwas passierte mir schon häufiger.
Es gab z.B. eine Zeit, da hätte ich gerne Rosen in meinem Garten gehabt. Aber egal was ich auch machte, es wollte mir nicht gelingen. Also gab ich es auf.
Witzigerweise wächst nun an unserem Haus eine uralte Kletterrose. Weil sie kaum noch Blüten trug und auch schon im Begriff war zu verwildern, schnitten wir sie ganz herunter und versuchten sie sogar auszugraben. Weil wir uns ohnehin damit abgefunden hatten, dass wir keine Rosengärtner sind und sie nicht retten können. Allerdings ist der Wurzelstock so groß, dass er sogar bis unters Haus reicht. Also fanden wir uns damit ab. Die Rose werden wir nicht los. Ich schnitt immer nur zurück, was „störte“ und kümmerte mich sonst nicht darum. Und was soll ich sagen? Sie blüht wie verrückt.

Dem Salat hat der Umzug nicht gefallen. Das verstehe ich nur nicht. Der Standort unterscheidet sich kaum vom vorherigen. Einziger Unterschied ist die Zeit, wann er in der Sonne steht. Ob das so gravierend ist?!? Ich wollte ihn noch einmal umsetzen und stellte fest, dass ich das vergessen kann… die Wurzel war total matschig! Wurde er zu gut gegossen?!? Ich weiß es nicht…

Theoretisch können wir jetzt schon mit der Küchenrenovierung beginnen. Auch die Paneelen für die Decke sind schon angekommen. Ursprünglich sollten sie erst zum Ende des Monats kommen. Wir behalten aber unseren Plan bei, zum Ende des Monat zu beginnen. Wir bekommen Anfang Juli Hilfe für die elektrischen Anschlüsse und wollen bis dahin möglichst viele Vorarbeiten erledigen.

Handarbeiten finden momentan nur sehr begrenzt statt. Allerdings stellte ich fest, dass Socken eine gute Sache sind, wenn es draußen sehr warm ist. Man hat nicht so viel in der Hand, dass einen wärmen würde. Weil ich aber gerade wieder so viele Ideen habe und ausprobieren möchte, habe ich nur ganz kurz an den Tipsy Toe Socks gearbeitet.

Ich weiß schon nicht mehr, in welchem Monat ich bei den Decken stecken geblieben bin. Ob ich mein Soll für Juni schon erfüllt habe oder ob es Reste vom Mai waren… Daher nahm ich mir jetzt einfach neues Garn und verarbeite es. Die Häkeldecke ist mittlerweile auch zur Runde geschlossen. Ich denke, es lag auch an den Temperaturen, dass ich wenig Lust hatte an den Decken weiter zu arbeiten. Auch wenn es im Haus noch recht kühl ist und ich abends gut daran arbeiten könnte.

Ich meldete mich bei einem KAL an. (Beginn: 15.06.2021) Es geht darum für Bedürftige und Obdachlose zu stricken. Es ist egal was und wieviel man strickt oder häkelt. Die Organisatorinnen möchten viele Menschen motivieren mitzumachen. Und wenn jeder nur ein Teil strickt/häkelt, dann kommt auch schon einiges zusammen. Die Idee für eine Hilfsorganisation zu stricken habe ich schon lange, aber bei mir kommt sofort der Gedanke auf, dass es sich nicht lohnt. Weil ich nicht so schnell stricke und nicht so viel zusammen bekommen würde. Ich bewundere andere, die das machen und bin eingeschüchtert davon, wenn ich sehe was sie machen.
Ich dachte mir, das wäre doch DIE Gelegenheit, das Socken Häkeln auszuprobieren. Ich nahm mir dazu eines der Hefte zur Hand, die ich schon vor längerem gekauft hatte – als ich noch häkelte. Aber dann nahm das Drama seinen Lauf:

In der Anleitung steht, dass die Maschenprobe auf 10x10cm 22 halbe Stäbchen und 19 Reihen ergeben. Gehäkelt mit einer 2,5mm Nadel. Weil mir die NS schon zu klein erschien, häkelte ich eine MP mit einer 3,0mm Nadel. Und siehe da: es ergab 27 Maschen auf 10cm. Ich will es gar nicht ausprobieren, aber kann mir nicht vorstellen, wie ich mit 2,5mm auf weniger Maschen kommen soll.

Als nächstes wurden die Socken nicht durchgängig in Runden gestrickt, sondern: Zwar schließt man die Runde mit einer Kettmasche, aber man arbeitet die Runde nicht weiter, sondern häkelt Luftmaschen (Wendeluftmaschen) und dann die Runde wieder zurück. Also in Hin- und Rückreihen, wobei man diese aber zur Runde schließt. Das soll verhindern, dass sich der Rundenbeginn verschiebt und somit immer auf der Fußunterseite bleibt. Diese Arbeitsweise finde ich doof. Auch sieht mein Rundenbeginn/-ende irgendwie komisch aus und es bilden sich kleine Knubbel. Ich stelle mir vor, dass das beim Tragen unangenehm werden kann.
Ich erinnerte, dass ich auch früher schon Puschen gehäkelt habe, aber immer in Runden. Also muss es doch auch anders gehen. Also nahm ich zwei andere Hefte zur Hand. Dort ergab die Maschenprobe für mich schon mehr Sinn, weil sie meiner eher entsprach. (10cm = 23 M, mit NS 3,5mm) Ich häkelte eine Maschenprobe mit 3,5mm und sie passte genau. Außerdem werden die Socken in Spiralrunden gearbeitet. Ich lernte außerdem eine neue Masche kennen: die Sockenmasche. Sie soll elastischer und daher für Socken besser geeignet sein.

Mittlerweile bin ich schon bei den Zunahmen für den Spickel angekommen und muss sagen, dass es ganz gut läuft. Ich entschied mich das erste Paar doch für mich zu häkeln, da ich erst wissen will, ob die Angaben wirklich passen.

Allerdings ruhen diese Socken jetzt auch erst einmal, weil ich noch etwas anderes machen wollte:

Ich begann vor ca 2,5 Jahren schon einmal das Erigeneia in a rectangle zu häkeln. Es ist die Abwandlung eines dreieckigen Tuches zu einem Schal. Es hört sich etwas merkwürdig an, aber im Sommer brauche ich beim Auto fahren etwas, dass mir den Nacken wärmt. Durch das Fahren mit offenen Fenstern oder Verdeck, verursacht mir die Zugluft Schmerzen im Nacken und den Schultern. Und dieses Tuch wollte ich mir dafür gerne häkeln. Das Garn ist aus reiner Baumwolle und daher für den Sommer gut geeignet.
Doch dann bekam ich Probleme mit meinen Handgelenken und musste das Häkeln aufgeben. Eine Freundin bot sich an, das Tuch für mich fertig zu stellen. Allerdings stellte sie relativ schnell fest, dass sie mit der Anleitung Probleme hat. Ich kenn das aus eigener Erfahrung: dann ist da ein Knoten im Kopf und man bekommt es einfach nicht hin.
Ich bot ihr schon mehrmals an mir alles zurück zu geben und ich schaue, was ich damit mache. Meinen Handgelenken ging es mittlerweile wieder besser und ich könnte versuchen immer ein paar Reihen zu häkeln. Nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“. Es dauert dann zwar länger, aber irgendwann ist es auch fertig.
Aber sie wollte das nicht auf sich sitzen lassen. (auch das kenne ich: es kann doch nicht sein, dass ich das nicht hinbekomme!) Außerdem wollte sie nicht aufgeben, weil sie es mir doch versprochen hatte.
Nun, ja. Seit dem sind mittlerweile ca. 2 Jahre vergangen. Erst überlegte ich, ob ich sie danach frage. Aber dann entschied ich mir ein neues Tuch zu häkeln. Ich benutze dieses Mal ein Garn aus Schurwolle, da ich kein Baumwollgarn in der Stärke habe.
Ich druckte mir die Anleitung noch einmal aus und begann. Am Abend hatte ich schon so viel, dass ich mit der Ecke fertig wäre und nun „in die Länge“ arbeiten könnte. Aber wie schon beim ersten Tuch finde ich es sehr schmal. Daher werde ich noch eine Musterwiederholung in die Breite häkeln. Vorher möchte ich aber noch eine größere Nadelstärke ausprobieren. Mir erscheint das Tuch sehr kompakt. Ich möchte sehen, wie es mit einer größeren Nadel aussieht. 

Und somit liegen in meinem Korb wieder viel zu viele angefangen Sachen. Und ich weiß jetzt schon, dass es mich irgendwann wieder verrückt machen wird. Aber hin und wieder überkommt mich einfach das „Ich-muss-das-jetzt-ausprobieren“ und lässt mir keine Ruhe.

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