Fabrizieren

Mach- und Sachgeschichten

(KW 21) 24. bis 30. Mai 2021

Für den Umbau unserer Küche brauchen wir noch Fliesen und Deckenpaneele. Eine ungefähre Vorstellung davon, wie es aussehen soll hatten wir schon.
Also fuhren wir zu einem Baumarkt, der damit warb eine besonders umfangreiche Auswahl an Bodenfliesen zu bieten hätte. Und tatsächlich sind wir fündig geworden. Ich notierte mir alles, weil wir zuhause noch einmal in Ruhe schauen wollten, wieviel wir genau brauchen. Denn die Bodenfliesen müssen nach einem Verlegeplan verlegt werden. Da sie das Format und die Optik einer Holzdiele haben, sollen sie auch so verlegt werden, dass es wie ein Holzfußboden aussieht. Außerdem gab es sie in verschiedenen Größen. Auch das muss gut überlegt sein.
Nachdem also alles noch einmal vermessen und gut überlegt war bestellten wir sowohl die Fliesen als auch die Paneele. Beides lassen wir uns liefern, weil wir halt auch nicht mehr die Jüngsten sind und froh, wenn wir uns schwere Arbeit sparen oder erleichtern können. :o)

In meiner „Werkstatt“ gab es große Veränderungen. Ich habe jetzt einen festen Arbeitsplatz für meine Strickmaschine. Die Idee dazu hatte ich schon länger, weil ich oft genau das Gerät auf dem Platz stehen hatte, dass ich gerade nicht brauchte: Wenn ich stricken wollte stand die Nähmaschine auf dem Tisch und umgekehrt.
Außerdem wollte ich für die Nähmaschine gerne eine größere Arbeitsfläche, weil daneben zu wenig Platz ist um das zu nähende Stück abzulegen. Ein Kleid o.ä. ist schon zu groß und fällt von der Tischkante. Das zieht natürlich an dem Stoff, der unter der Maschine liegt und ich muss ständig dagegenhalten um gerade Nähte zu bekommen.
Also machte ich folgendes:
Der Tisch, den sich Näh- und Strickmaschine bisher teilten, ist nun der Arbeitsplatz für die Strickmaschine und steht an einem anderen Platz. Für die Nähmaschine habe ich das Oberteil von einem alten Schrank auf Beine gestellt und habe somit einen Tisch, der reichlich Platz bietet. Nicht nur zur einen Seite für den Stoff, sondern auch noch für die ganzen anderen Kleinigkeiten, die ich beim Nähen brauche: meine „Abfallschale“, Schere, Stecknadeln / Klammern, …
Die Tischbeine möchte ich irgendwann einmal austauschen und habe meinem Lieblingsmann den „Vorschlag“ gemacht, dass er – wenn er mal gaaaaanz viel Lust und Langeweile hat – mir an seiner Drechselbank Tischbeine machen könnte…
Die Strickmaschine hätte ich gerne vor eines der Fenster gestellt. Aber dafür war leider nicht genug Platz.

Das Wetter ist absolut kontraproduktiv für unser Gemüse. Außerdem machen sich irgendwelche Mittesser über unsere Jungpflanzen her. Es macht mir keinen Spaß mehr. Ich bleibe bei meinen Blümchen. Die werden zum Teil zwar auch gefressen, aber das frustriert mich nicht so sehr. Denn sie sind in der Regel groß genug und werden nicht KOMPLETT aufgefressen bevor ich etwas unternehmen kann. Das Gemüse habe ich ausgesät und über Wochen gehegt und gepflegt. Am Abend sind sie noch da und am nächsten Morgen wie vom Erdboden verschluckt! Manchmal bleibt zwar noch der Stängel stehen. Aber das hilft dann auch nichts mehr.
Dafür wächst alles hervorragend, dass ich nicht (oder nicht in diesem Ausmaß) im Garten haben möchte: Löwenzahn, Brennnessel, Ackerwinde, Giersch,… und die Wiese kann ich nicht mähen, weil es unentwegt regnet. Die Pausen dazwischen sind zwar lang genug um zu mähen, aber das Gras ist zum Schneiden noch zu nass.
Irgendwann hatte ich aber dann die Faxen dicke und mähte den Vorgarten. Der sah mittlerweile verboten aus! Schrecklich. Es wuchsen Gräser und andere Wildpflanzen so hoch wie der Zaun ist. Im Vorgarten mussten noch die Ränder geschnitten werden und Reste entlang des Gartenzauns. Meinen „Wäscheplatz“ musste ich erst mit dem Freischneider vorbereiten. Der Rasenmäher hätte das gar nicht geschafft, so hoch war das Gras schon.
Die große Wiese konnte ich nur zum Teil machen, weil der Wiesentrecker streikte. Mein Mann erledigte den Rest. Er mähte noch den Bauerngarten und die Ränder am Graben. Es sieht jetzt alles ziemlich mitgenommen aus, aber es besteht Hoffnung, dass das Wetter jetzt besser wird und wir können dann auch häufiger mähen. Wir waren noch nie VIER Tage mit Rasenmähen beschäftigt. Unter „normalen“ Umständen ist das zwar auch sehr zeitaufwändig, aber innerhalb eines Tages zu schaffen.
Ich probierte auch zum ersten Mal die Motorsense. Mein Mann gab mir eine kleine Einführung und ich durfte sie ausprobieren. Es bedarf natürlich noch ein wenig Übung, aber grundsätzlich finde ich es schon ziemlich cool damit zu arbeiten.
Irgendetwas wächst im Frühbeet. Ich weiß nur nicht, was davon meine Wurzelpetersilie ist und was nicht, solange sie noch nicht das zweite Blattpaar entwickelt haben.
Noch schwieriger wird es den Porree vom „Unkraut“ zu unterscheiden, da die jungen Pflanzen eher aussehen wie Grashalme.

Im neuen Gewächshaus sind mittlerweile alle Fenster aufgebaut und wurden mit dem Hochdruckreiniger vom gröbsten Dreck befreit. Ebenso der Boden. Die Tür benötigt noch eine Angel und kann dann eingesetzt werden.
Das Wichtigste fehlt allerdings noch: das Dach! Wir wollen zumindest ein Provisorium bauen, damit es nicht hereinregnet, bis die neuen Stegplatten kommen. Das kann noch ein paar Tage dauern.

Ich habe vor, alle Handarbeiten in einem separaten Beitrag detaillierter zu beschreiben. Ich stellte fest, das es für mich auch sehr hilfreich ist, wenn ich das eine oder andere noch einmal nachlesen kann.
Und wenn ich das alles an einem separaten Ort mache, dann muss ich nicht lange in einzelnen Beiträgen suchen.

In dieser Woche habe ich kaum gewerkelt. Meistens hatte ich keine Lust mehr am Abend noch etwas zur Hand zu nehmen.

Ein paar Reihen sind bei den Decken dazu gekommen. Die „April – Garne“ sind fast verarbeitet.

Ich will eigentlich nicht mehr darüber sprechen. Und eigentlich auch nicht mehr daran weiterarbeiten:
Am Pullover nähte ich die Seiten zusammen und strickte ein Bündchen dran. Dann noch kurze Ärmel und den Kragen, dann ist er fertig. Eigentlich nicht mehr viel. Aber wie gesagt: es macht mir keinen Spaß mehr daran zu arbeiten.


Neue Helferlein sind angekommen:
Endlich habe ich wieder ein Druckknopf – Set (sogenannte Kam Snaps) und kann somit unter anderem auch die Nadeletuis machen, die ich schon so lange plane. Ich bin mir ganz sicher, dass ich schon eines besitze. Aber seit dem Umzug ist es unauffindbar…
Obwohl mir bei dem „Stoff- und Wolldealer meines Vertrauens“ davon abgeraten wurde habe ich mir jetzt doch die Bügellineale von Prym gekauft. Schon allein zum Markieren sind die – so denke ich – Gold wert.
Außerdem noch ein Fixierband zum Aufbügeln. Das ist sehr praktisch um Säume zu fixieren. Dann muss ich sie nicht mehr mit Nadeln oder Klammern feststecken. Ich mache das zwar schon länger mit Bügelvlies, aber das muss ich mir erst zurechtschneiden und dieses ist sehr schmal, so dass ich es direkt verwenden kann. Erst dachte ich mir, das ist ja Quatsch so etwas zu kaufen, wenn ich es auch mit dem Bügelvlies machen kann, aber ich wollte es doch gerne mal ausprobieren.
Und ein Set Schrägbandformer mit passendem Nähfuß. Ich bin zwar gut darin Schrägbänder auch ohne Hilfsmittel herzustellen, aber ich kann mir vorstellen, dass sie eine große Erleichterung sind. Auf beides bin ich gespannt.
Nichts davon habe ich bis jetzt ausprobieren können. Die Sachen sind erst vor einem bzw. zwei Tagen angekommen.

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