Fabrizieren

Strick- und Häkeldecke im Mustermix

Verschiedenste Garne, verschiedene Muster, ohne Anleitung

Aus Garnresten Decken herzustellen ist allgemein üblich. Für mich kam das lange nicht in Frage, weil ich auch sah, dass besagte Decken entweder eine halbe Ewigkeit unfertig herumlagen oder gar nicht fertiggestellt wurden, weil man die Motivation verlor oder noch Reste sammeln musste, um sie fertigzustellen.
Das war alles nicht „mein Ding“. Ich strickte mir aus Resten einen Rock oder Schal. Verwendung fand ich auf jeden Fall. Dann kam mir die Idee, dass ich gerne eine Decke mit „Fußsack“ hätte.
Wer kennt das nicht? – Abends auf dem Sofa zu sitzen und sich in eine Decke zu kuscheln. Ich mache das sehr gerne. Stellte aber fest, dass ich – egal was ich probierte und trotz Filzpantoffeln – immer kalte Füße bekam. Also war die Idee geboren eine Decke zu machen, die ich mir über die Beine legen kann und gleichzeitig meine Füße warm hält. Und weil mein Mann ja nicht leer ausgehen soll, mache ich gleich zwei.
Ich weiß nicht mehr, wie ich auf die Idee kam aber ich wollte eine Decke häkeln und eine stricken. Also machte ich mich ans Werk.

Anhand der Reihen, die ich zu Beginn gehäkelt hatte, rechnete ich mir aus, dass ich mindestens 120 Reihen (ganze Stäbchen) häkeln muss, um eine Länge von ca. 100cm zu erreichen. Da ich kein bestimmtes Maß vor Augen habe, ist das aber schon mal ein guter Anhaltspunkt um mich zu motivieren.

Über die Anzahl meiner Garne führe ich eine Liste. So sehe ich genau, was sich in meinem Vorrat befindet. Das Verarbeiten der Reste macht doppelt Spaß, weil ich sie aus meiner Liste streichen kann und endlich liegen keine „Lagerleichen“ mehr herum. Garne, die schon bis zu sechs Jahren in meinem Schrank liegen und immer noch keine Verwendung gefunden haben.

Zwischenzeitlich hatten andere Dinge Vorrang, daher ruhten die Decken eine ganze Weile. Genau das wollte ich nicht! Dass immer „etwas dazwischen kommt“ und ich nicht fertig werde oder die Motivation verliere. Dann fand ich einen guten Weg, wie ich sie weiter voran bekomme:

Auf die Idee kam ich, als ich zwei Garne verarbeitete, die keine Reste sind, sondern Einzelstücke, mit denen ich nichts anzufangen wusste. Die beiden ergaben zusammen ca. 400m und waren recht zügig aufgebraucht. Also dachte ich mir: wenn ich es schaffe jeden Monat mindestens 400m zu verarbeiten, dann ist das für mich sehr überschaubar. Ich kann trotzdem noch andere Sachen machen und bringe sie gleichzeitig voran. Ein anderer Gedanke dahinter war auch, dass die zu verarbeitende Menge an Garnen noch soooo riesig erscheint, dass es mich direkt wieder demotiviert. Aber sie in kleine „Häppchen“ aufzuteilen schien mir eine gute Lösung zu sein.

Seit dem suche ich mir also aus meinen Resten jeden Monat Garne aus, die zusammen etwa 400m ergeben und lege sie mir dann zu den Decken. So habe ich immer einen Überblick, was in dem aktuellen Monat noch zu tun ist.

Zwischen März und Mai 2021 ist das Vorhaben wieder etwas ins Stocken geraten. Erst gab verschiedene Gründe. Unter anderem aber auch eine Phase, in der gar nicht strickte oder häkelte.

Fortsetzung folgt…

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