Tagebuch Reihe

Mach- und Sachgeschichten

(KW 19) 17. bis 23. Mai 2021

Meine Woche war – mal wieder – geprägt von diversen „Zipperlein“. Mal tat der Rücken weh, mal der Kopf und auch mal beides….

Auch wenn das auf den ersten Blick „alles immer voll doof“ ist, gab es auch Schönes und Aufregendes:

Ich kochte meine allererste Spargelcremesuppe und sie schmeckte gar nicht mal so schlecht.
Mein Mann isst sehr gerne Spargel. Ich allerdings nicht.
Es gibt Lebensmittel die ich nicht essen mag, weil ich sie unappetitlich anzusehen finde oder ich deren Geruch als unangenehm empfinde. Einige mag ich aber auch wegen ihrer Konsistenz nicht essen.
So kommt es, dass ich Spargel in seiner Urform nicht essen mag, den Geschmack aber gut finde.
Daher kam mir die Idee eine Spargelcremesuppe zu machen. So werden wir beide satt, ohne dass zwei verschiedene Gerichte gekocht werden müssen.
Denn bei uns muss keiner auf ein Lebensmittel verzichten, nur weil der andere es nicht mag. Wir finden immer einen Weg es miteinander zu kombinieren.
Jetzt hielt ich mich natürlich strikt an das Rezept, dass ich mir dafür ausgesucht hatte. Beim nächsten Mal würde ich aber ein noch ein paar andere Dinge ausprobieren wollen.

Schon vor einer Woche ist in das Nest über unserer Haustür endlich wieder ein Schwalbenpaar eingezogen. Die beiden sind sehr emsig mit „Renovierungsarbeiten“ beschäftigt. Es mach so eine Freude ihnen dabei zuzusehen. Letztes Jahr war ich sehr traurig, weil es leer blieb. Allerdings brütete ein Paar in der Werkstatt meines Mannes. Für dieses Nest interessiert sich dieses Jahr niemand.
Auch die anderen Vögeln im Garten sind fleißig. Viele sind mit dem Füttern ihrer Brut beschäftigt oder haben sogar schon die ersten Flugversuche ihrer Sprösslinge hinter sich.
Einem kleinen Meisenküken wurde allerdings beinahe unser Hund zum Verhängnis. AAAAAAHHHH!!! Im ersten Moment glaubte ich, er würde eine Maus jagen wollen. Dann sah ich aber das diese „Maus“ wild herumflatterte! Und bei meinem Bestreben diesen aufgeregten Hund von dem Vögelchen wegzubekommen, musste ich noch aufpassen, nicht darauf zu treten.
Wir sind beide (der Vogel und ich) mit einem Schrecken davon gekommen. Die Vogeleltern waren sofort zur Stelle und kümmerten sich um ihren Sprößling. Der Kleine machte vermutlich seine ersten noch sehr unbeholfenen Flugversuche und landete dabei ausgerechnet vor der Nase meines Hundes.
Der dies wiederum höchst interessant fand und damit „spielte“. Er schubste es abwechselnd mit den Pfoten und der Nase herum.

In solchen Momenten finde ich meinen Hund einfach nur doof! Ich brachte es wirklich fertig ihm klar zu machen, dass „Federvieh“ keine Beute ist, die man weder „bespielt“ noch jagt. Vermutlich hätten wir sonst keinen einzigen Singvogel im Garten und/oder einen Hund unter Dauerstress. Denn wenn er jedes mal losrennen würde, wenn sich ein Vogel im Garten zeigt, dann hätte er ganz schön was zu tun! Was ihn da geritten hat, weiß nur er selbst und ich kann nur wild spekulieren….

Mit meinem Stickbild komme ich gut voran. Auch wenn ich zur Zeit nur daran arbeiten kann, wenn ich Tageslicht habe. Man sollte meinen, dass davon genug vorhanden ist. Allerdings ist es bei uns derzeit ständig bewölkt und regnerisch. Eines Tages kam ich mir vor wie im tiefsten Winter. Weil es so dunkel draußen wurde, dass wir beim Mittagessen das Licht einschalten mussten.

Dafür ärgert mich nach wie vor der Pullover, den ich stricken möchte. Ich denke, ich habe jetzt alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Ich habe so viele Stricknadeln aus den verschiedensten Materialien ausprobiert, dass ich mit meinem Latein am Ende bin.
Ich startete noch einen einzigen Versuch ihn mit der Strickmaschine fertig zu stellen.
Dazu strickte ich Vorder- und Rückenteil einzeln mit der Maschine. Weil ich an den Seiten auch noch einen Zopf einfügen wollte, versuchte ich ihn sowohl mit der Maschine als auch per Hand einzufügen. Das wollte aber auch nicht so wirklich gut funktionieren. Schlussendlich entschied ich darauf zu verzichten. Da die Ärmel nicht sehr lang werden sollen, kann ich mir vorstellen diese wenigen Reihen / Runden mit der Hand zu stricken.
Ich bin drauf und dran alles wieder aufzumachen! Wenn einem ein Strickstück so wenig Spaß macht, dann wird es mit Sicherheit auch kein Lieblingsstück.
Und ich habe noch soooo viel von dem Garn… Es ist eine Schande. Wenn mir nichts gescheites einfällt, dann werden das alles „Lagerleichen“. Bis jetzt kam mir lediglich die Idee, dass ich es nutze um Sachen mit der Maschine auszuprobieren oder vielleicht funktioniert ja das Häkeln damit.

Weil der Pullover zwischenzeitlich auf Eis gelegt wurde und das Sticken nur bei ordentlichen Lichtverhältnissen funktioniert, kramte ich ein Tuch hervor, dass ich vor zwei Monaten begann. Das ist Entspannung pur: rechte Maschen in Runden stricken… 20 Stück. Und dann kommen drei Reihen die ein Lochmuster bilden. Fertig. Das Garn ist wunderbar, die Nadeln sind toll – was will frau mehr?
Es lag jetzt so lange, weil ich im März und April damit beschäftigt war für jemanden 3 Paar Socken zu stricken und endlich diesen Pullover stricken wollte, der mir schon so lange unter den Nägeln brennt.

Es ist eine Art Tradition geworden, dass wir einmal pro Woche nicht kochen, sondern uns bei unserem Lieblings Pizzamann etwas zu essen bestellt haben. Seit dem wir umgezogen sind, fanden wir keinen adäquaten Ersatz dafür und begannen uns selbst Pizza zuzubereiten.
Und wie es bei uns halt so üblich ist, muss auch hier immer wieder etwas anderes ausprobiert werden. Ein neues Rezept für den Teig, ein Knoblauchöl für den Belag, eine – selbst gemischte – Gewürzmischung für die Tomatensauce,… Es gibt fast jede Woche etwas Neues auszuprobieren.
Weil der Ursprungsgedanke dahinter war nicht kochen zu müssen, halten wir den Aufwand an dem Tag auch so gering wie möglich.
Dazu stelle ich einen Teig von einem Kilogramm Mehl her. Daraus bekomme ich +/- 8 Portionen für eine mittelgroße Pizza. Diese kommen anschließend in die Tiefkühlung und können am „Pizza – Tag“ einzeln entnommen werden. So haben wir „nur“ den Aufwand ihn auszurollen und zu belegen. Und da wir das immer gemeinsam machen, macht es auch noch Spaß.
Die Küche gleicht auf den ersten Blick einem Schlachtfeld, aber das ist genauso schnell beseitigt, wie die Pizza im Backofen verweilt.

Diese Woche machten wir uns aus einer Portion Teig einen Flammkuchen mit Speck und Zwiebeln. Wenn man den Teig hauchdünn ausrollt, reicht es fast für ein ganzes Backblech. Und so mögen wir Flammkuchen natürlich besonders gern. „Ein Hauch von Nichts“ als Teig. Am liebsten auch bei der Pizza. Aber die braucht dann doch etwas mehr, damit der Boden auch den Belag tragen kann.

Ich bekam neue Kopfhörer:
Früher las ich vor dem Einschlafen gerne ein Buch. Nachdem ich Brillenträgerin wurde stellte ich mich auf Hörbücher um, weil ich gerne während des Lesens auch mal eingeschlafen bin und man kann sich lebhaft vorstellen wie das endet, mit Buch in der Hand und Brille auf der Nase einzuschlafen.
Als ich damit begann gab es noch keine MP3 Player! Geschweige denn, dass man Musik oder Hörbücher auf dem Mobiltelefon abspielen konnte. So lag auf meinem Nachttisch ein tragbarer CD Spieler! Heute ist das nicht mehr vorstellbar. Aber es ist auch nicht dunkles Mittelalter gewesen, sondern erst ca. 12 – 15 Jahre her.
Jedenfalls bekam ich irgendwann Kopfhörer geschenkt die in einem Stirnband integriert waren, so dass ich sie bequem auch im Liegen tragen konnte. Sie gingen nur leider irgendwann kaputt. Ich versuchte mir neue zu besorgen, aber das stellte sich als sehr schwierig heraus. Denn „meine“ Kopfhörer wurden nicht mehr hergestellt und etwas anderes war nicht zu finden. Das ist ca. 4 Jahre her. Zwischendurch suchte ich immer noch vergeblich danach. Vor kurzem erinnerte ich mich wieder daran und recherchierte noch einmal. Ich fand heraus, dass die Auswahl mittlerweile sogar recht groß ist. Also bestellte ich mir welche und konnte sie auch schon ausprobieren. Eine richtig tolle Sache.



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